Bedienungsanleitung für Tom

(oder: „Falls wir uns noch nicht kennen…“)

Falls wir uns irgendwann begegnen, miteinander arbeiten oder nach dem dritten Bier plötzlich über quere Zusammenhänge, die Welt oder auf keinen Fall die Bundesliga diskutieren, hier schon mal die Kurzfassung.

Ich bin ein ziemlich direkter Mensch. Nicht unhöflich – jedenfalls meistens nicht –, aber ehrlich. Wenn mich jemand nach meiner Meinung fragt, bekommt er sie in der Regel auch. Wer allerdings nur Zustimmung sucht, sollte die Frage vielleicht lieber jemand anderem stellen.

Ich rede lieber mit Menschen als über sie. Hinterlist, Intrigen und dieses leise Gerede hinter dem Rücken anderer gehen mir ungefähr so auf den Sack wie ein Windows-Update, das genau dann startet, wenn man eigentlich Feierabend machen wollte.

Ungerechtigkeit kann ich überhaupt nicht ab. Da werde ich auch schon mal lauter, obwohl ich Streit eigentlich gar nicht mag. Meistens suche ich einen Kompromiss. Ich kann Konflikte durchaus austragen, glaube aber, dass wir miteinander weiterkommen als gegeneinander.

Lästern finde ich übrigens völlig legitim – Aber bitte fair.

Ein bisschen gegenseitiges Aufziehen gehört für mich einfach zum Leben. Solange am Ende alle noch zusammen ein Bier trinken können, ist alles gut.


Ich bin das genaue Gegenteil eines Aufschiebers.

Wenn ich eine Idee habe, möchte ich sie möglichst sofort umsetzen. Nicht unüberlegt – aber unkompliziert. Ich plane gerne, allerdings nicht monatelang. Der Ablauf entsteht oft schon während die ersten Schritte längst laufen. Fachleute sprechen von Präkrastination. Ich nenne es lieber meinen eingebauten toxischen Produktivitätsmodus.

Nach dem Motto:

„Lieber anfangen und unterwegs optimieren, als ewig diskutieren. Perfekt ist oft der größte Feind von fertig.“

Ich gehöre außerdem zur Fraktion:

„60 Prozent sind auch eine Drei. Und mit einer Drei wurde man früher schließlich auch versetzt.“

Nicht alles braucht einen Goldrand. Wenn etwas funktioniert, Menschen hilft und Spaß macht, dann reicht das oft völlig.

Dafür setze ich mir regelmäßig irgendwelche völlig bekloppten Ideen in den Kopf. Zum Glück gibt es Menschen um mich herum, die dann irgendwann sagen:

„Tom… lass den Scheiß.“

Und erstaunlicherweise höre ich sogar manchmal darauf.


Veranstaltungen und Vereinsleben gehören für mich dazu. Ich bin einfach gerne mit Menschen zusammen.

Nach um die 300 Veranstaltungen habe ich wahrscheinlich mehr Bühnen aufgebaut als davor gestanden. Während andere fragten, wann endlich das Bier kalt ist, habe ich meistens gefragt, ob überhaupt schon Strom auf der Bühne liegt.

Ich organisiere wahnsinnig gerne, weil ich es liebe, wenn andere einen richtig guten Abend haben. Aufmerksamkeit brauche ich dafür kaum – meistens sieht mich am Ende sowieso keiner.

Wenn am Ende alle glücklich nach Hause gehen und keiner merkt, wie viel Arbeit eigentlich dahintersteckte, war es meistens eine gelungene Veranstaltung.


Ich koche unglaublich gerne.

Vor allem für meine Frau Alex, Familie und Freunde.

Es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn alle satt sind, lachen, ein Bier in der Hand haben und keiner nach Hause möchte.

Ich trinke übrigens auch selbst gerne eins.
Oder zwei. (Es muss nicht immer JEVER sein, aber oft)
Je nachdem, wie gut der Abend wird.


Ich mag Menschen, die einfach MACHEN.

Menschen, die einen Besen in die Hand nehmen, bevor sie erst einmal einen Arbeitskreis gründen.

Klugscheißer gehen mir auf den Sack.
Angeber auch.

Noch schlimmer sind allerdings Dauer-Nörgler. Diese Menschen finden grundsätzlich für jede Lösung ein neues Problem. Die sind ungefähr so motivierend wie Montagmorgen im November.

Ich komme deutlich besser mit Leuten klar, die einfach sagen:

„Komm… machen wir.“


Ich helfe gerne, lade Menschen ein und organisiere auch dann etwas, wenn ich nichts dafür bekomme. Zum Heiligen macht mich das nicht. Für mich funktioniert Gemeinschaft einfach so.


Ich bin Patriot. Ich liebe Deutschland. Auch wenn hier längst nicht alles perfekt läuft.

Ich bin Ossi. Und deshalb darf ich über Ossis Witze machen.

Über Wessis übrigens auch. (Humor funktioniert für mich nur, wenn beide Seiten lachen dürfen.)


Neid und Kleinbürgertum kann ich nicht ausstehen. Besonders dann, wenn jemand seinen eigenen Erfolg darauf aufbaut, andere kleinzureden.

Wer selbst nichts auf die Reihe bekommt, sollte vielleicht nicht ständig erklären, warum andere angeblich alles falsch machen.


Content Creator…

Puh…

Damit werde ich wahrscheinlich nie richtig warm.
Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür.

Vielleicht mag ich lieber Menschen, die etwas bauen, reparieren, organisieren oder helfen, statt erst einmal das Ringlicht aufzubauen.


Natürlich möchte ich cool aussehen.
Wer behauptet, das wäre ihm völlig egal, erzählt wahrscheinlich Quatsch.

Und ja…
Ich habe einen ziemlich geilen Arsch. 😎

Hat man mir jedenfalls gesagt.
Mehrfach.

Ich sehe keinen Grund, diesen wissenschaftlich belegten Fakt zu verschweigen.


Ich liebe die wenigen Freunde, die ich wirklich Freunde nennen darf. Und egal was die tun, ich stehe hinter ihnen, sei denn es geht zu weit…..

Lieber fünf echte als fünfhundert Bekannte.

Frühling und Sommer mag ich. Herbst und Winter dürfen sich gerne kurz fassen.

Ich habe Bock auf Urlaub, gutes Essen und Menschen um mich herum.

Ich habe vor allem Bock aufs Leben.


Ich habe sicher nicht alles richtig gemacht.

Manches würde ich heute anders machen.

Aber ich glaube, fast alles mit den richtigen Absichten. Ich gehe nicht über Leichen. Ich möchte niemandem absichtlich schaden.

Und ich freue mich ehrlich, wenn andere erfolgreich sind. Solange dieser Erfolg nicht auf Kosten anderer entsteht.


Falls wir uns also begegnen…

…und ich dir irgendwann mal auf den Sack gehe:

Meistens ist das keine böse Absicht. Ich helfe dir gerne. Wenn ich dich zum Essen einlade, freue ich mich wahrscheinlich genauso darüber wie du. Bei einem gemeinsamen Projekt kannst du ziemlich sicher sein, dass ich alles dafür gebe. Und wenn wir irgendwann mit einem Bier zusammensitzen, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass ich gar nicht so schlimm bin.

Außer…

…du bist Klugscheißer.

Dann könnte das zwischen uns tatsächlich etwas schwierig werden.

Prost. 🍻


tom

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